Wichtig: Gründungskosten und Investitionen beim Schritt in die Selbstständigkeit transparent gestalten

Wichtig: Gründungskosten und Investitionen beim Schritt in die Selbstständigkeit transparent gestalten

Bereits vor der formalen Gründung eines Unternehmens fallen Gründungskosten an. Zusammen mit den nötigen Investitionen bilden sie einen wichtigen Teil des Kapitalbedarfs für den Unternehmensstart. Wenn beide im Businessplan klar getrennt werden, hilft das beim Einsparen von Kosten.

Gründungskosten: schnell absetzbar und ohne Auswirkung auf den Ertrag

Gründungskosten zeichnen sich dadurch aus, dass sie bereits vor der eigentlichen Unternehmensgründung anfallen. Zu ihnen gehören beispielsweise Ausgaben für eine Marktstudie, oder für die Gründung einer GmbH. Auch der Besuch von Messen zum Gewinnen zukünftiger Kunden gehört dazu, ebenso wie die Kosten für den Notar oder die Gewerbeanmeldung. Sie müssen vom Gründer privat vorfinanziert werden und wirken sich nicht direkt auf den Ertrag des Unternehmens aus, sind dafür aber recht schnell abzuschreiben – oftmals bereits im ersten Geschäftsjahr.

Investitionen: wichtig für den Geschäftsverlauf

Investitionen sind die Kosten, die für die Aufnahme und den Unterhalt der Geschäftstätigkeit notwendig sind. Zu ihnen gehören zum Beispiel die Einrichtung eines Einzelhandelsgeschäfts und die Anschaffung eines Maschinenparks. Sie sind in der Regel wesentlich höher als die Gründungskosten und werden der Gesellschaft (GmbH, GbR) in Rechnung gestellt. In der Regel werden Investitionen bilanziert und tauchen demzufolge am Ende des Geschäftsjahres in der Bilanz auf. Sie werden steuerlich über mehrere Jahre abgeschrieben.

Um Kapital für eine Finanzierung zu erhalten, ist ein professionell verfasster Businessplan vonnöten. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit einer geförderten Finanzierungsberatung. Alternativ lohnt sich auch ein Blick auf Vergleichsportale, die Angebote für die Vergabe von Krediten an Selbstständige bereithalten.

Einsparmöglichkeiten bei Gründungskosten und Investitionen

Sind Gründungskosten und Investitionen im Businessplan klar getrennt aufgestellt und definiert, geht es daran, sich Gedanken über Einsparpotenziale zu machen. Da die Gründungskosten bereits vor Gründung des Unternehmens anfallen, ist es sinnvoll, früh mit einem Steuerberater zu sprechen, um eine schnelle Abschreibung im ersten Geschäftsjahr zu sichern.

Bei den Investitionen hingegen gibt es eine ganze Reihe von Maßnahmen, die zu Kosteneinsparungen führen.

Hier ein paar Beispiele:

  • Leasing: Durch Leasen können Start-ups ihre Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge maßgeblich reduzieren.
  • Gebrauchtes anschaffen: Printer, PCs, Maschinen oder andere Investitionsgüter kosten aus zweiter Hand nur etwa ein Viertel oder ein Drittel des Neupreises. So lassen sich Investitionskosten ebenfalls verringern.
  • In Bürogemeinschaften einziehen: Sie bieten für Unternehmensstarter eine Reihe von Vorteilen: Die Möglichkeit zum Networking, kurzfristige Buchungs- und Kündigungsfristen, meist eine gute Lage und die Mitnutzung von Meeting-Räumen und anderer Infrastruktur.
  • Start in einem Gründerzentrum: Wenn eine Gründung in Bereichen wie der Bio-, Umwelt- oder Informationstechnologie angestrebt wird, ist der Einzug in ein Technologie- oder Gründerzentrum eine interessante Option: Es verschafft Gründern kostengünstig Zutritt zu Labors, Forschungs- und Produktionsstätten sowie anderen nützlichen Einrichtungen.

Bildquelle: Pixabay, 594132, StartupStockPhotos