Trotz Rückgang: Investitionen in erneuerbare Energien lohnen sich

Die Erlöse der Energiebranche durch alternative Energieträger gehen zurück, einige Anbieter waren dem Preisdruck ausländischer Mitbewerber nicht gewachsen und mussten aufgeben oder zumindest ihre Gewinnerwartung deutlich zurückschrauben. Dennoch sieht das Fraunhofer-Institut gute Chancen für eine Geldanlage in regenerative Energien und stellt diese in der Studie „Geschäftsmodell Energiewende“ als besonders für institutionelle Anleger geeignet dar.

Die Energiewende eignet sich für Kapitalanlagen

Investitionen in erneuerbare Energien machen sich dank des sicheren Wachstums der alternativen Energieträger bezahlt. Die Verantwortlichen der Studie gehen davon aus, dass die derzeit noch für sichere Erträge unerlässliche Förderung erneuerbarer Energieträger in etwa zehn bis fünfzehn Jahren entbehrlich wird, da die alternativen Energiequellen dann ihren Kostenvorteil gegenüber fossilen Energieträgern auf dem Markt vollständig ausspielen können. Geldanlagen in regenerative Energien bieten Investoren die Vorteile einer langfristig sicheren Renditeerwartung und eines geringen Risikos. Bei der Berechnung der zu erwartenden Anlagerendite legt das Fraunhofer-Institut die weitere technische Entwicklung zugrunde, dank der Deutschland zu den Spitzenländern im Cleantech-Bereich gehört. Langfristige Gewinne lassen sich in der Energiebranche durch erneuerbare Energien auch dadurch erzielen, dass nach der Abschreibung der Anlagen nur noch geringen Kosten für den Erhalt, aber keine Ausgaben für den Bezug der Energieträger anfallen. (Hier finden Sie einen Infolink für weitere Informationen)

Wärme und Elektromobilität stärker fördern

Das Fraunhofer-Institut weist in seiner Studie ausdrücklich darauf hin, dass sich der künftige Einsatz erneuerbarer Energieträger nicht auf die Umstellung im Stromsektor beschränken darf. Die Energiestudie empfiehlt, das Wachstumspotential des Straßenverkehrs und der Wärmeerzeugung stärker zu nutzen und bis 2050 eine Vollversorgung durch regenerative Energien in allen Bereichen anzustreben.

  • Für den Verkehr empfiehlt sich der weitere Ausbau der Elektromobilität, wozu auch die Errichtung von Oberleitungen für den LKW-Verkehr auf Autobahnen gehört.
  • Wärmepuppen können einen großen Teil des Bedarfs an Heizenergie auf ökologische Weise decken. Angesichts ihrer großen Marktchancen bieten sich Investitionen in die Verkehrstechnik sowie in moderne Heizanlagen als besonders erfolgversprechend an.

Geldanlagen in regenerative Energien eignen sich auch für Privatpersonen

Die Studie des Fraunhofer-Institutes befasst sich vornehmlich mit den Erfolgsaussichten institutioneller Investoren. Ihre Ergebnisse lassen sich auf private Anleger übertragen, so dass sich das Investieren in regenerative Energien und in die Technik zur effizienten Energienutzung lohnt. Aus Sicherheitsgründen achten Privatanleger auf eine breite Streuung und reagieren zurückhaltend, wenn ihnen ungewöhnlich hohe Garantierenditen versprochen werden.

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