Smartphone als Portemonnaie-Ersatz

Bargeld ist bei vielen Verbrauchern nicht mehr Zahlungsmittel Nummer 1. Stattdessen setzen in Deutschland beim Einkaufen viele Kunden auf ihre EC-Karte. Andere Formen der bargeldlosen Zahlung werden dagegen eher stiefmütterlich behandelt. Gerade das Bezahlen per Smartphone setzt sich in Deutschland nicht durch. Das hat jetzt der Finanzdienstleister Deloitte in seinem Report "Mobile Payment. Kein Aufwärtstrend beim mobilen Bezahlen" noch einmal beschrieben.

"Die Ergebnisse der Studie sind für Anbieter mobiler Bezahlsysteme ernüchternd. In Deutschland scheint ein Durchbruch dieser Bezahlart immer noch in weiter Ferne", erklärt Klaus Böhm, Director und Leiter Medien bei Deloitte. Weder für Verbraucher, noch für Geschäftsinhaber scheint die Zahlungsoption einen großen Reiz zu bieten. "Es gilt nun, das Interesse und die Akzeptanz deutlich zu erhöhen, Mobile Payment zu thematisieren und überzeugende Argumente dafür ins Feld zu führen."

Laut der Untersuchung ist der Grund für die Zurückhaltung aber kein Misstrauen. Eher geht es darum, dass Verbraucher keinen greifbaren Mehrwert darin sehen, mit dem Smartphone zu zahlen. Im Gegensatz etwa zu Japan. Dort zahlt etwa die Hälfte der Nutzer ihr Smartphone als alltägliches Zahlungsmittel. Die Experten raten daher: "Die Serviceanbieter können einiges tun, um ihre Ausgangsposition zu verbessern. Dazu gehören vor allem bessere und verständlichere Angebote, die – durch den Einsatz von seriösen Partnern – als sicher gelten."

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