Private Vorsorge: Das sollten Anleger wissen

Demografischer Wandel, Rentenlücke, Altersarmut: Die private Altersvorsorge ist für Arbeitnehmer heute wichtiger als je zuvor. Aber was müssen sie wissen, um erfolgreich etwas fürs Alter auf die hohe Kante zu legen? Mit diesen Tipps wird das Geld bestmöglich angelegt.

Erst Schulden tilgen, dann ansparen

Darlehen und Kredite kosten Geld – in Form von Zinsen. Das ist meistens mehr Geld als das, was sich mit einer Geldanlage erwirtschaften lässt. Deshalb ist es ratsam, alle Verbindlichkeiten zu begleichen, bevor ein monatlicher Betrag in eine private Rentenversicherung oder einen Investmentfonds investiert wird.    

Risikostreuung ist das A und O

Kapitalmärkte bringen immer ein gewisses Risiko mit sich: In Krisenzeiten wie etwa durch das Coronavirus können Aktienkurse einbrechen oder der Preis für Rohstoffe wie zum Beispiel Öl abstürzen. Die gute Nachricht ist: Bisher haben sich die Börsen nach einiger Zeit immer wieder von solchen Beben erholt.

Dennoch ist es enorm wichtig, das Risiko von Geldverlusten zu minimieren, indem die Geldanlage über mehrere Anlageklassen gestreut wird. Zu den gängigsten Klassen gehören Aktien, Indexfonds, Rentenfonds, Lebensversicherungen, Immobilienfonds und Edelmetalle wie Gold. Wer seine private Altersvorsorge über diese Anlageklassen breit verteilt, ist auf der sicheren Seite, denn: Wenn es in einer Anlageklasse zu Verlusten kommt, werden diese durch Gewinne in einer anderen ausgeglichen.            

Das so privat Angesparte lässt sich heute ganz leicht mit dem PC, dem Tablet oder dem Smartphone prüfen und verwalten. Anbieter wie die Sparkasse, die Deutsche Bank oder der Finanzdienstleister tecis bieten dafür Apps an, die einfach zu bedienen sind und eine Menge an Funktionen bieten.

Mit der App von tecis beispielsweise lässt sich das eigene Online-Depot mobil verwalten. Darüber hinaus sind eigene Daten von anderen Geldinstituten abrufbar, falls dort ein Konto unterhalten wird. Tecis stellt die App seinen Kunden kostenlos zur Verfügung.

Die Ziele der eigenen Vorsorge erkennen

Privatanleger sollten sich über ihr individuelles Sparziel im Klaren sein, bevor sie sich für Anlageklassen entscheiden und den monatlichen Sparbetrag planen.

Der Grund hierfür ist einfach: Ein lediger Mittfünfziger wird zum Beispiel eine möglichst hohe Rendite erzielen wollen, weil er recht spät mit dem Ansparen beginnt. Ein Familienoberhaupt hingegen hat ganz andere Kriterien: Es muss seine Lieben finanziell absichern und vielleicht sogar eine Immobilie finanzieren. Dementsprechend verschieden werden die Entscheidungen für Anlageformen und Sparbeträge dann bei beiden aussehen.

Mut zum Risiko entscheidet über die Rendite

In diesem Zusammenhang ist auch die Risikobereitschaft ein wichtiger Faktor. Hier gilt folgende Faustregel: Je sicherer die Geldanlage ist, desto weniger Rendite wirft sie ab. Je höher das Risiko der Anlage ist, desto mehr.

In diesem Spannungsfeld spielt sich die Entscheidungsfindung für die eine oder andere Anlageklasse ab. Fonds zum Beispiel sind in der Regel sicherer als direkte Ankäufe von Aktien – die bringen aber oft mehr Gewinn.  

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