Hamburg und Deutschland: Weniger Arbeitslose

Die Arbeitslosigkeit in Hamburg hat im Mai 2015 leicht abgenommen. 73.524 Hamburger waren arbeitslos, das entspricht 422 Personen oder 0,6 Prozent weniger als im Monat zuvor. Dies gab die Agentur für Arbeit am 2. Juni in der Hansestadt bekannt. Im Jahresvergleich beläuft sich der Rückgang auf ebenfalls 0,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote ging von 7,6 auf 7,5 Prozent zurück. Dabei profitiere Hamburg nur wenig von dem klassischen Saisongeschäft in den Bereichen Baugewerbe, Gastronomie, Tourismus sowie Gemüse- und Obstanbau.

Auch die Entwicklung bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten sei weiterhin positiv. Im März 2015 waren bei den Hamburger Unternehmen 902.900 Mitarbeiter angestellt, also 14.200 beziehungsweise 1,6 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Insbesondere das Dienstleistungsgewerbe, die Bereiche Information und Kommunikation, das Gesundheitswesen und das Gastgewerbe hätten verstärkt Personal eingestellt. Zudem werden in fast allen Skill-Bereichen weiterhin verstärkt Fachkräfte gesucht, beispielsweise Konstrukteure, Projektleiter und Qualitätsmanager. Gerade bei der Vermittlung solcher Fachkräfte können Personalberatungen in Hamburg wie schultz-partners.de weiterhelfen.

Robuster Arbeitsmarkt auch im Bund

Trotz Konjunkturabkühlung im ersten Quartal 2015 rechnet die Bundesagentur für Arbeit (BA) auch in den nächsten Monaten mit einem robusten Arbeitsmarkt. So sieht BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise keine Hinweise für eine Jobflaute und verweist auf die steigende Zahl der Arbeitsplätze in Deutschland: „Was uns einigermaßen bestätigt: dass die Beschäftigung sich weiterhin gut entwickelt.“ Allerdings bedauerte Weise, dass Arbeitslose und Langzeitarbeitslose bislang davon kaum profitiert hätten. „Die Langzeitarbeitslosigkeit ist ein Schwachpunkt“, räumte er ein.

Dank des Frühjahrsaufschwungs war die Zahl der Arbeitslosen im Bund im Mai 2015 auf 2,762 Millionen gesunken – ein Minus von 81.000. Damit erreichte sie den niedrigsten Mai-Stand seit 1991. Im Vergleich zu 2014 ging die Zahl um 120.000 zurück, die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,2 Punkte auf 6,3 Prozent. Allerdings wäre die Zahl der Arbeitslosen ohne saisonale Sonderfaktoren, wie die stärkere Beschäftigung im Baugewerbe zum Frühjahr, nur um 6.000 gesunken.

Zeigt der Mindestlohn schon Auswirkungen?

Auch fünf Monate nach seiner Einführung sind die Auswirkungen des Mindestlohnes noch immer schwer einschätzbar – so lautet die Einschätzung der Bundesagentur-Führung. Allerdings zeichne sich ab, dass Branchen, in denen vergangenen Monaten Minijobs abgebaut wurden, jetzt vermehrt sozialversicherungspflichtige Stellen schaffen würden – zum Beispiel im Handel, in der Gastronomie und der Logistikbranche. Unklar sei aber noch, ob die Mindestlohnregelung dafür verantwortlich sei. Seit einigen Jahren entstehen in fast allen Branchen neue Arbeitsplätze: Die Zahl der Erwerbstätigen stieg etwa nach den April-Daten um 21.000 auf 42,65 Millionen – eine Zunahme von 208.000 im Vergleich zu 2014. Bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nahm die Zahl um 78.000 auf 30,47 Millionen zu. Das bedeutet einen Anstieg bei den Beschäftigten um 537.000 – binnen Jahresfrist.

Bild: Thinkstock, 474126842, iStock, from2015